Osterfeier – Osterfeuer

FeuerHeuer habe ich die Kar- und Ostertage in verschiedenen Gemeinden der Umgebung miterlebt.

Am Vorabend des Palmsonntags feierte ich in der Christus-König-Kirche in der Klever Oberstadt mit. Die Messe wurde vom Dekanatsjugendchor Young Soul und dem Gemeindekirchenchor mitgestaltet. Sehr schön fand ich, dass der lange Passionstext in mehrere Abschnitte geteilt gelesen und dazwischen immer textlich wunderbar passende Lieder gesungen oder vorgetragen wurden. weiterlesen »

Mentalität

Fragezeichen aus SpielfigurenNun, nach etwa drei Monaten hier am Niederrhein hatte ich einigermaßen Gelegenheit, mir auch ein Bild von der hiesigen Bevölkerung zu machen, und will mal probieren, meine Eindrücke zu formulieren.

Versuche ich, Vergleiche zu meinem früheren Wohnort Chemnitz zu ziehen (einer Großstadt), fallen mir als erstes Unterschiede im Kommunikationsverhalten ein. weiterlesen »

Tambourenweckmarsch

Heinrich Campendonk 1949 Karneval im Museum Schloss MoylandWährend ich sonst nur dezenten, unaufdringlichen Fasching kenne (soll heißen, wenn man nicht hinging, merkte man nix davon), kann man hier dem Karneval nicht ausweichen. Am Rußigen Freitagmorgen hörte ich sogar den Tambourcorps von draußen, der traditionell durchs Dorf zieht, um die Leute mit seiner „Musik“ zu wecken. Und in der Fußgängerzone von Kleve kreuzte eine ganze Kindergartengruppe inkl. Betreuerinnen im Faschingskostüm lärmend meinen Weg. Rosenmontag ist hier sogar ein Brauchtumstag, an dem sämtliche Geschäfte geschlossen haben. Dienstag heißt nicht Faschingsdienstag, sondern Veilchendienstag, der Sonntag Tulpensonntag. Man merkt, dass ich ein Faschingsmuffel bin…

Radtour am Altrhein

AltrheinmündungHeute war zwar wieder kein besonders schönes Wetter, aber bis hier am Niederrhein zu dieser Jahreszeit mal schönes Wetter ist, kann man wohl lange warten, habe ich den Eindruck gewonnen. Dennoch sind wir mit dem Rad über den Deich am Altrhein entlang gefahren. Es ging von Hasselt über Qualburg, Kleve-Kellen, Griethausen, Kleve-Brienen, Rindern-Wardhausen, Düffelward, Keeken und Bimmen nach Millingen aan de Rijn. weiterlesen »

Radtour nach Kalkar

Kalkar Marienaltar in der NikolaikircheHeute regnete es zwar immer wieder, aber trotzdem machten wir uns ins benachbarte Kalkar auf. Kalkar hat heute noch eine mittelalterliche Altstadt und ist wohl besonders berühmt für die St. Nicolai-Kirche mit ihren prächtigen Holzschnitzaltären. Der Name Kalkar geht möglicherweise auf Fluss-Kehre (Fluss-Krümmung) zurück.

Regenwurmbussard

BussardHeute konnte ich im Park von Schloss Moyland einen Mäusebussard beobachten, der auf der Suche nach Regenwürmern über die Wiese lief. Von einem Bussard hätte ich eigentlich höhere kulinarische Ansprüche erwartet, aber im Dezember ist der Speiseplan wohl ziemlich karg bestückt.

Kaninchenjagd

WildkaninchenKeine Angst, es wird unblutig. Heute habe ich im Vorbeifahren auf dem Feld eine etwa achtköpfige Gruppe von Jägern gesehen, die auf Kaninchen- oder Feldhasenjagd waren. Sie bewegten sich mit dem Rücken zur in westöstlicher Richtung verlaufenden Straße über den Acker nach Norden zum Wald hin. Lustigerweise saßen die Kaninchen genau auf der anderen Straßenseite auf einem südlichen Feld und schienen den Jägern zuzuschauen, die sich mit dem Rücken zu den Tieren von diesen wegbewegten.

Schnee am Niederrhein!

Rotkehlchen im SchneeKaum zu glauben, seit ein paar Tagen schneit es und kurze Zeit bleibt der Schnee sogar liegen! Bisher hörte ich immer nur, Schnee am Niederrhein sei fast ein Ding der Unmöglichkeit. Zwar hatten wir letztes Jahr schon weiße Weihnachten. Dabei handelte es sich aber nicht um Schnee, sondern um zu Rauhreif gefrorenen Nebel, den der Wind von den Ästen wehte. Heute hat es aber wieder richtig geschneit.

Update: Auch in den Jahren 2009 und 2010 sollte es Schnee geben. 2011 gab es dagegen keine weißen Weihnachten mehr.

Grüßen

WinkenNaja, vielleicht nicht gerade kurios, aber für mich eben auffällig sind die Grußrituale hier im Dorf. Jeder grüßt ständig jeden – auch, wenn man nur im Auto an Fußgängern vorbeifährt. Dann wird gewunken oder immerhin genickt oder gehupt. Wahrscheinlich liegt das an der sehr dörflichen Gegend hier, wo man sich, falls nicht persönlich, so zumindest vom Sehen kennt.

Allerdings scheinen die Leute mit dem Händeschütteln zögerlicher zu sein als ich es in Sachsen erlebt habe. Dort haben sich sogar Jugendliche und Kinder mit Händedruck begrüßt und verabschiedet, was ich hier noch nicht einmal bei den Erwachsenen oft erlebt habe.

Gestern bin ich im Dunkeln mit dem Rad an zwei Gestalten vorbeigefahren, „zu meiner Schande“, ohne zu grüßen. Und sofort wurde mir ein streng klingendes „Guten Abend!“ hinterher gerufen.

Namen

BuchstabenAuf mich wirken die zahlreichen geografischen Namen hier sehr kurios. Denn sie stammen aus dem Plattdeutschen oder genauer gesagt aus dem Nordrhein-Maasländischen, wovon ich nichts verstehe, nicht einmal Assoziationen bilden kann, die mir bei der Bedeutungsfindung helfen könnten. (Seitdem ich Niederländisch lerne, tue ich mir leichter mit dem Erschließen, denn flämische Ausspracheregeln können manchmal helfen.) Hier ein paar Beispiele: weiterlesen »

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