Ikonenmuseum Recklinghausen

ReliefdetailGestern waren wir im Ikonenmuseum Recklinghausen. Es war beeindruckend, so viele verschiedene Ikonen auf engem Raum zu sehen und die Umsetzung identischer Motive vergleichen zu können. Ein bisschen war ich enttäuscht, dass dort so gut wie keine koptischen Ikonen zu sehen waren. Die gefallen mir nämlich am besten.
Ansonsten mag ich besonders die russischen Ikonen, die ich aus Taizé wiedererkenne. Bei zahlreichen Ikonen-Workshops in Taizé und Europäischen Jugendtreffen konnte ich schon einiges über Ikonen lernen. Und bei einer Sommerakademie in einem Kloster bei Brașov haben wir sogar selbst Hinterglas Ikonen abgepaust. Ich fand mein "Werk" von damals, eine postkartengroße Pantokrator-Ikone hinter Glas, eher "bescheiden", ziemlich bescheiden. Nun habe ich aber eine Gruppe solcher einfachen Hinterglas-Ikonen aus Rumänien auch hier im Museum gesehen. Da hätte ich meine Pantokrator-Ikone von damals ja ruhig aufheben können. Diese Art von Ikonenmalerei ist wohl immer etwas schlichter.
Weil wir drei griechisch-katholische Mitstudenten hatten, haben wir auch in der KSG hin und wieder einen Themenabend über Ikonen gehabt. Es war schon ein anderes Gefühl, die Ikonen im Museum als Kunstwerke zu sehen, als auf eine Ikone im Kirchenraum zu stoßen.

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