Die Zahl meiner "Erlebnisse" und hier erlebten "Kuriositäten" scheint nicht mehr so häufig zu steigen, und die Sparte "Sprache" zu füllen, finde ich auch nicht mehr so einfach. (Hatte ich schon erwähnt, dass es mich bei einigen hiesigen Sprachphänomenen schüttelt?
Z. B. scheinen die meisten Einheimischen unfähig, ein "g" im Auslaut korrekt zu artikulieren und sie "haben gestanden/gesessen", statt dass sie es "sind"; außerdem können Sie mit den Zeitangaben "Viertel" und "Dreiviertel" nichts anfangen, verwenden dagegen aber "Halb" ganz ungeniert…) Allmählich stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein: Vieles, was mir vielleicht anfangs kurios vorkam oder als Erlebnis berichtenswert, finde ich jetzt schon fast zu alltäglich, als es hier zu erwähnen. Die Niederrheiner sind halt doch keine Außerirdischen.
Mittlerweile sind zum gelegentlichen Volleyballspielen im Nachbardorf Hau die Mitwirkung im Collegium Musicum Kleve und im Dekanatsjugendchor Young Soul hinzugekommen und auch an Taizé-Gebeten kann ich hier in der Gegend hin und wieder teilnehmen.
Anfangs, als ich noch regelmäßig nach Kalkar gefahren bin, nicht aber westwärts nach Kleve, hatte ich noch geschimpft, dass es hier so platt sei und alles gleich aussähe, sich also auch kurze Strecken so hinzögen. Jetzt, wo ich oft in die andere Richtung, nämlich nach Kleve muss, fällt mir beim Radeln doch ziemlich die Endmoräne auf, die das heutige Stadtgebiet von Kleve so hügelig macht und der Stadt den Namen gegeben hat (clivia – Lat. u. a.: Klippe).
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